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Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß CSRD

Die überarbeiteten Nachhaltigkeitsberichterstattungsstandards (European Sustainability Reporting Standards / ESRS) zur CSRD-Richtlinie (EU) 2022/2464 sind am 21. September 2026 im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden. Die neue delegierte Verordnung (EU) 2026/1563 tritt am 10. November 2026 in Kraft und ändert die Verordnung (EU) 2023/2772. Die ESRS gelten unmittelbar für die berichtspflichtigen Unternehmen. Die CSRD-Richtlinie in der durch die Richtlinie (EU) 2025/794 (Omnibus I) geänderten Fassung ist in Deutschland noch nicht in nationales Recht umgesetzt worden.

Inhalte des Nachhaltigkeitsberichts

Die Berichtspflicht soll eine nachhaltige Entwicklung und ein verantwortungsbewusstes Handeln der Unternehmen unterstützen und fördern. Unternehmen müssen in ihrem Nachhaltigkeitsbericht standardisierte, hochwertige und vergleichbare Informationen über Nachhaltigkeitsaspekte offenlegen: 

  • Belange der Bereiche Umwelt, Soziales und Governance
  • Achtung von Menschenrechten
  • Bekämpfung von Korruption und Bestechung
  • Diversitätskonzept der Unternehmensführung, der Kontrollgremien und des Aufsichtsrats

Konkretisiert werden die Inhalte der CSRD durch die von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) erarbeiteten European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Neben zwei themenübergreifenden allgemeinen Standards liegen insgesamt zehn themenspezifische Standards zu den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance vor. Die anzugebenden Informationen beinhalten sowohl qualitative als auch quantitative sowie zukunfts- und vergangenheitsbezogene Angaben.

Bei der Berichterstattung ist der sogenannte doppelte Wesentlichkeitsgrundsatz zu berücksichtigen. Das bedeutet: Unternehmen müssen sowohl über den Einfluss des Unternehmens auf Menschen und Umwelt (Wesentlichkeit der Auswirkungen) als auch über den Einfluss von Menschen und Umwelt auf das Unternehmen (finanzielle Wesentlichkeit) berichten.

Der Nachhaltigkeitsbericht gemäß der CSRD: Key Facts

Durch das EU-Omnibus-Paket wurden die direkten Berichtspflichten auf sehr große Unternehmen (ab 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 450 Mio. Euro Umsatz) fokussiert, wodurch viele ursprüngliche Welle-2- und Welle-3-Unternehmen de facto entlastet werden. Für Unternehmen unterhalb der Schwellenwerte entfällt die zukünftige Berichtspflicht.

Die vereinfachten ESRS gelten verbindlich ab dem Geschäftsjahr 2027, eine freiwillige Erstanwendung ist bereits für das Geschäftsjahr 2026 möglich. 

Die Zahl der verpflichtenden Datenpunkte wurde über alle 12 ESRS hinweg um rund 60 % verringert (der Gesamtaufwand sinkt um bis zu 70 %).

Prüfpflicht für den Nachhaltigkeitsbericht

Die Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung mit begrenzter Sicherheit soll erhalten bleiben. 

Gegenstand der Prüfung sind:

  • die Übereinstimmung der Angaben im Nachhaltigkeitsbericht mit der CSRD sowie den Anforderungen der ESRS,
  • der Prozess der Ermittlung der berichteten Informationen,
  • die Kennzeichnung nach den Anforderungen des ESEF-Formats sowie
  • die Übereinstimmung mit den Indikatoren gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomie. 

Auf eine spätere Einführung einer Pflicht zur Prüfung mit hinreichender Sicherheit soll verzichtet werden.

Unsere Leistungen

Wir unterstützen Sie bei der

  • Implementierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
  • Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten
  • Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten

Sie benötigen Unterstützung bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung?

Kontaktieren Sie uns.

Unser Kompetenzteam für Nachhaltigkeitsberichterstattung

Tilman Just
Alexander-David Greeb
Susanne Seifert

Susanne Seifert

Senior Managerin Nachhaltigkeit · Master of Arts, Sustainability-AuditorIDW

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