Überbrückungshilfe Corona

Update vom 22. September 2020

Mit der „Überbrückungshilfe Corona“ sind kleinen und mittelständischen Unternehmen zunächst für die Monate Juni bis August 2020 (Phase 1) staatliche Liquiditätshilfen gewährt worden. Die Antragsfrist für die „Überbrückungshilfe“ (Phase 1) endet am 30.09.2020.

Das Bundesprogramm „Überbrückungshilfe“ wird nun für die Monate September bis Dezember fortgesetzt (Phase 2). Anträge für die Phase 2 der „Überbrückungshilfe“ sollen ab Oktobermöglich sein. Dabei werden auch die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Nach den erweiterten Zugangsbedingung können nun auch Unternehmen einen Antrag stellen, die einen weniger massiven Umsatzeinbruch vorweisen.

Zur Antragstellung berechtigt in Phase 2 sind künftig Unternehmen, die entweder

  • einen Umsatzeinbruch von mind. 50% in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mind.30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

Wer wird gefördert:

  • UnternehmenundOrganisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren
  • Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb
  • gemeinnützige Unternehmen und Organisationen (unabhängig von ihrer Rechtsform), die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (z.B. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten)

Was wird gefördert:

  • Fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten, z.B. Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite, Ausgaben für notwendige Instandhaltungen & Wartung, Grundsteuer, Versicherungen, Kosten für Auszubildende.
  • Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten (Phase 1) wird auf 20% (Phase 2) erhöht.

Wie wird gefördert:

  • Die „Überbrückungshilfe“ erstattet einen Anteil der Fixkosten (NEU: max. 90%), abhängig von der Höhe des Umsatzeinbruchs im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.
  • Die Berechnung wird dabei jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 40% bzw. 30% gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Fördermonat.
  • Die max. Förderung beträgt 150.000 Euro (Phase 1) bzw. 200.000 Euro (Phase 2)
  • In Phase 1 beträgt bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten der max. Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. In Phase 2 der „Überbrückungshilfe“ entfällt diese Deckelung.
  • Die als „Überbrückungshilfe“ bezogenen Leistungen sind steuerbar und nach den allgemeinen steuerrechtlichen Regelungen im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen.
  • Der Nachweis des anspruchsbegründeten Umsatzeinbruchs und der erstattungsfähigen Fixkosten sind durch einenSteuerberater/Wirtschaftsprüfer/vereidigter Buchprüfer/Rechtsanwalt glaubhaft zu machen und nachträglich zu belegen („Zwei-Stufen-Verfahren“).
  • Fällt der tatsächliche Liquiditätsengpass geringer aus erwartet, müssen zu viel gezahlte Zuschüsse zurückgezahlt werden.

Antragstellung:

  • Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt)

Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Coronakrise und der sich ständig ändernden Gegebenheiten (auch im Zusammenhang mit den finanziellen Liquiditätshilfen von Bund und Länder) möchten wir darauf hinweisen, dass es sich hierbei um unseren aktuellen Kenntnisstand handelt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Voraussetzungen im Rahmen der Antragstellung von öffentlichen Förderprogrammen kurzfristig ändern.