Überbrückungshilfe Corona

Update vom 25. Juni 2020

Am 12. Juni 2020 hat die Bundesregierung die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020). Das Überbrückungshilfeprogramm knüpft zeitlich an das Soforthilfeprogramm der Bundesregierung an.

Die Richtlinien, Vollzugshinweise und Antragsformulare werden derzeit in laufenden Abstimmungen zwischen Bund und Ländern erarbeitet, so dass eine Antragstellung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist. Wir gehen davon aus, dass schon kommende Woche erste Anträge gestellt werden können.

Wer wird gefördert:

  • Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Dies wird angenommen, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammen genommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.
  • Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb.
  • Das antragstellende Unternehmen darf sich per 31.12.2019 gem. EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.
  • Von der Corona-Krise betroffene gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (z. B. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten). Bei diesen Unternehmen und Organisationen wird statt auf die Umsätze auf die Einnahmen (einschließlich Spenden und Mitgliedsbeiträge) abgestellt.
  • Unternehmen, die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen im oben genannten Umfang betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt.

Was wird gefördert:

  • Fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten, z.B. Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite, Ausgaben für notwendige Instandhaltungen & Wartung, Grundsteuer, Versicherungen, Kosten für Auszubildende.

Achtung: Lebensunterhaltungskosten und ein Unternehmerlohn sind ausdrücklich nicht förderfähig!

  • Fixkosten, die vor Inkrafttreten des Programms entstanden sind (März bis Mai 2020), werden nicht ausgeglichen.

Wie wird gefördert:

  • Die „Überbrückungshilfe“ erstattet einen Anteil in Höhe
    • 80% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch > 70%
    • 50% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70%
    • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 40% und unter 50%

          im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

  • Bei Unternehmen, die nach Juni 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.
  • Liegt der Umsatz im Fördermonat bei wenigstens 60 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats, entfällt die Überbrückungshilfe anteilig für den jeweiligen Fördermonat.
  • Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate.
  • Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate.
  • Rechtlich selbständige verbundene Unternehmen oder Unternehmen, die im Eigentum oder unmittelbar oder mittelbar unter dem beherrschenden Einfluss derselben Person oder desselben Unternehmens stehen, können Überbrückungshilfe insgesamt nur bis zu einer Höhe von 150.000 Euro für insgesamt drei Monate beantragen.
  • Das Programm ist für die Monate Juni bis August 2020 aufgelegt (Antragsfrist: 31.08.2020, Auszahlungsfrist: 30.11.2020)
  • Der Nachweis des anspruchsbegründeten Umsatzeinbruchs und der erstattungsfähigen Fixkosten sind durch einen Steuerberater/Wirtschaftsprüfer glaubhaft zu machen und nachträglich zu belegen („Zwei-Stufen-Verfahren“).
  • Zu viel gezahlte Zuschüsse sind zurückzuzahlen.

Bei Fragen zu den Corona-Hilfen und sonstigen Förderprogrammen von Bund und Länder stehen Ihnen die Experten der RWT Unternehmensberatung gerne zur Verfügung!