BAFA-Förderung

Update, 17. April 2020

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für von der Corona-Pandemie betroffenen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert i.H.v. 4.000 € (ohne Eigenanteil). Die Antragstellung erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Unternehmen sollen durch externe Unternehmensberater unterstützt werden, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu begrenzen und sich wieder wettbewerbsfähig aufzustellen. Hierzu zählt beispielsweise

  • die Erschließung neuer Geschäftsfelder,
  • die Umstellung/Digitalisierung von Geschäftsprozessen oder
  • Maßnahmen zur Wiederherstellung der Liquidität.

Nicht gefördert werden Beratungen, die überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten (z. B. anwaltliche Vertragserstellung, Erstellung von Jahresabschlüssen oder laufende Buchführungstätigkeiten) betreffen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die unter den wirtschaftlichen Folgen aufgrund der Corona Pandemie leiden.

Die konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf den Antragsteller und insbesondere die dagegen zu ergreifenden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen müssen in einem schriftlichen Beratungsbericht dokumentiert werden.

Wer wird gefördert:

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre aktiv sind („Jungunternehmen“)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung („Bestandsunternehmen“)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter („Unternehmen in Schwierigkeiten“)

Die Unternehmen und Freiberufler müssen ihren Firmensitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entsprechen.

Nicht gefördert werden:

  • Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe, die in der Unternehmens-, Wirtschaftsberatung, Wirtschafts- oder Buchprüfung oder Steuerberatung bzw. als Rechtsanwalt, Notar, Insolvenzverwalter oder in ähnlicher Weise beratend oder schulend tätig sind oder tätig werden wollen.
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Verfahrens erfüllen.
  • Unternehmen, die in einem Beteiligungsverhältnis zu Religionsgemeinschaften, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder zu deren Eigenbetriebe stehen.
  • Gemeinnützige Unternehmen und gemeinnützige Vereine sowie Stiftungen.
  • Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, der Fischerei und Aquakultur

Was wird gefördert:

Allgemeine Beratungen“: Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen“:  Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen geführt werden.
  • von Migrantinnen oder Migranten geführt werden.
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden.
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund beitragen.
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung beitragen.
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung beitragen.
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.
  • zur altersgerechten Gestaltung der Arbeit beitragen.
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in Anspruch nehmen. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Höhe des Beratungszuschusses:

  • Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 €, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung). 
  • Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt nicht mehr als fünf Tage in Anspruch nehmen.
  • Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen.

Antragstellung:

  • Betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen.
  • Anträge auf Gewährung eines Zuschusses zu den Kosten einer geplanten Beratung können nur online über die Antragsplattform des BAFA gestellt werden.
  • Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das Beratungsunternehmen.
  • Die in Rechnung zu stellende Umsatzsteuer wird nicht bezuschusst und ist wie auch über die 4.000 € hinausgehende Rechnungsbeträge vom Unternehmen selbst zu tragen.
  • Mit der Beratung kann erst nach Zusage der Förderung begonnen werden, ansonsten kann kein Zuschuss gewährt werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen. Als Beginn der Beratung zählt auch der Abschluss eines Vertrages über die zu erbringende Maßnahme.

Die RWT Unternehmensberatung ist als BAFA-Berater registriert. Mandanten können bei Erfüllung der Voraussetzungen diese Förderung nutzen.